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Body Scan — Deinen Körper neu entdecken

Sue

Wann hast du zuletzt wirklich gespürt, wie sich deine Füße anfühlen? Nicht im Sinne von „tun die weh?", sondern einfach: Wie fühlen die sich gerade an?

Die meisten von uns leben vom Hals aufwärts. Der Körper ist das Ding, das uns zum nächsten Termin trägt. Wir merken ihn erst, wenn etwas wehtut.

Der Body Scan dreht das um

Du liegst oder sitzt bequem, schließt die Augen und wanderst mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch den Körper. Von den Zehen bis zum Scheitel. Nicht um etwas zu verändern. Nur um wahrzunehmen.

Wie fühlt sich der linke Fuß an? Warm? Kalt? Kribbelig? Gar nichts? Alles davon ist okay. Und dann weiter: Unterschenkel, Knie, Oberschenkel. Becken, Bauch, Brust. Rücken, Schultern — hier wird's bei den meisten interessant. Hände, Arme, Hals. Gesicht. Kopf.

Was dabei passiert

Verspannungen, von denen du nicht wusstest, tauchen auf. Oder Stellen, die sich überraschend gut anfühlen. Manche Bereiche sind wie blind — du spürst einfach nichts. Auch das ist eine Information.

Der Body Scan bringt dir bei, auf die leisen Signale zu hören. Dein Körper redet die ganze Zeit mit dir — die meisten von uns haben nur verlernt zuzuhören.

Wann ist der Body Scan besonders hilfreich?

Bei Stress und Anspannung: Die Schultern sitzen am Ohr, der Kiefer ist zusammengebissen, der Atem flach. Ein Body Scan macht das bewusst — und allein das Bewusstwerden löst oft schon etwas.

Vor dem Einschlafen: Statt Gedankenkarussell den Körper scannen. Viele schlafen dabei ein — und das ist völlig in Ordnung.

Wenn du dich „neben dir" fühlst: Der Body Scan holt dich zurück in deinen Körper. Aus dem Kopf, in den Moment.

Du brauchst dafür 10–20 Minuten und einen Platz, an dem du ungestört bist. Das war's. Kein Equipment, keine App, keine Vorkenntnisse.

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